Hospiz Horn e.V.
Konto Nr. 123 577 86
BLZ: 290 501 01
Sparkasse in Bremen
Hospiz Horn e.V. ist ein ambulanter Hospizdienst, der sterbens-
kranke und sterbende Menschen
sowie deren Angehörige im Bremer Stadtgebiet begleitet: im privaten Zuhause, im Altenwohn-
und Pflegeheim, im Krankenhaus, auf der Palliativstation und im stationären Hospiz:Brücke.
Ambulante Hospizarbeit ist ehrenamtliche Arbeit und somit unentgeltlich. Drei hauptamtliche Mitarbeiterinnen und 66 ehrenamtliche BegleiterInnen stehen z.Zt. für diese Arbeit zur Verfügung; diese begleiten Menschen unabhängig von Religion, Nationalität, Weltanschauung oder Art der Erkrankung - das Angebot ist eine zusätzliche Hilfe zu pflegerischen, medizinischen und sozialen Einrichtungen. Regelmäßige Supervision und Fortbildungen begleiten und unterstützen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Beratung: zu Patientenverfügung / Vorsorgevollmacht / palliativ-pflegerischen Maßnahmen / Möglichkeiten der Schmerztherapie / Pflegehilfsmitteln / Bestattung.
Trauerbegleitung: in Form von Einzelgesprächen, offenem Trauerkreis, Themenabenden und anderen wechselnden Angeboten.
Externe Fortbildung: Ausbildungskurse für ehrenamtliche Hospizarbeit / Fortbildungen für stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen / für Altenpflege- und Krankenpflegeschulen und andere interessierte Gruppen.
Teilnahme am deutschlandweiten Projekt des Bundesministeriums für Familie/Senioren/Frauen und Jugend zur Freiwilligenarbeit - Erstellung einer Interplattform – www.HORUS-Hospiz.de
Kooperationspartner der Bremer Heimstiftung, Qualitätszirkel „Sterbebegleitung“ / Ethische Fallbesprechung / Schmerztherapie / Ärztearbeitskreis.
Beratung und Fortbildung zu „Kinder und Tod“: Beratung / Einzelgespräche, Vorträge, Elternsprechstunde, Fortbildung und Beratung für Lehrkräfte, Fortbildung für ErzieherInnen.
Öffentliche Veranstaltungen: Vorträge / Workshops / Tagesseminare und Fachtagungen.
Die Satzung unseres Vereins können Sie hier einsehen.
1967 konnte die Ärztin Cicely Saunders einen lang gehegten Wunsch in die Tat umsetzen, sie eröffnete das “St. Christophers Hospice” in London. Damit hat sie eine Bürgerbewegung ins Leben gerufen, die ihresgleichen sucht. Vielen Betroffenen war klar geworden, dass es einer neuen Einstellung dem Thema Tod und Sterben gegenüber bedurfte. Sie beschäftigte die Frage: wie wird in unserer Gesellschaft mit Sterbenden und ihren Angehörigen umgegangen? Es war nur allzu deutlich zu erkennen, dass dieses gefürchtete Lebensthema Aufmerksamkeit und viele Menschen Unterstützung brauchten und wünschten.
Am 16.7.1997 wurde der ambulante Hospizdienst „Hospiz Horn e.V.“ als Teil dieser weltweiten Bewegung gegründet. Der Verein hatte zu dem Zeitpunkt 10 Mitglieder, einen Vorstand, der aus 3 Personen – Anne Christensen, Klaus Meyer-Heder und Erika Nola - bestand. Die Evangelische Kirchengemeinde Horn stellte in der Horner Heerstraße 28 unentgeltlich einen Raum zur Verfügung. Unsere ehrenamtliche Arbeit wurde von der Stadt Bremen mit Geldmitteln für Sachkosten unterstützt, so konnten wir mit unserer Arbeit beginnen. In den Anfängen hat Hospiz Horn seine Arbeit hauptsächlich in den umliegenden Stadtteilen angeboten, aber schnell kamen Anfragen aus ganz Bremen, so dass wir unsere Arbeit ausgeweitet haben. Mit Mirja Heitmüller, die im Oktober 1997 mit ihrer Arbeit bei Hospiz Horn begann, konnten wir unser Spektrum erweitern und auch die Bürozeiten großzügiger gestalten.
1997 begann auch die Zusammenarbeit mit der Bremer Heimstiftung. Vorstand und MitarbeiterInnen waren schnell und gerne bereit, ein gemeinsames Projekt „Sterbebegleitung in Altenwohn- und Pflegeheimen“ zu unterstützen. 5 Häuser der Bremer Heimstiftung nahmen Ehrenamtliche aus dem Hospizbereich bei sich auf. Inzwischen haben sich alle Häuser diesem Projekt angeschlossen und es ist daraus eine sehr konstruktive, seit nunmehr 11 Jahren dauernde Kooperation entstanden, die immer weiter wirkt und Aufsehen erregt.
Die Bremer Heimstiftung hat im Jahr 2005 den „Altenpflegepreis“ des Vincentz-Verlag für diese Zusammenarbeit erhalten. Es hat sich unzweideutig herausgestellt, dass die Belastungen für die Mitarbeiter geringer werden, wenn sie über Sterben und Tod offen sprechen und ehrenamtliche Hospizbegleiter jederzeit um Unterstützung bitten können. Das kommt nicht nur den Mitarbeitern sondern auch den Bewohnern und ihren Angehörigen zu Gute. Im Jahr 2000 kam Margrit Ruzicka, Dipl.-Soz. päd., Erzieherin, die sich schon früh im Hospizbereich engagiert hatte, zum Team. Dadurch konnten wir unsere Arbeit um den Bereich Kinder, Tod und Trauer erweitern. Anfangs war die Resonanz zögerlich, heute im Jahr 2008 ist die Nachfrage sehr viel größer und bestätigt damit, wie sinnvoll diese Arbeit ist.
Der Verein wurde größer, mehr Mitglieder, mehr Mitarbeiter kamen zu uns, wollten zu uns. Für 3 Mitarbeiterinnen war der kleine Raum in der Horner Heerstraße endgültig zu klein und wir konnten zum 1. 10. 2000 in Räume der Evangelischen Kirchengemeinde Horn in der Berckstraße 27 umziehen.
Die Hospizarbeit entwickelte sich weiter und neue Anforderungen wurden an uns gestellt. Standards wurden eingeführt und die erforderlichen Qualifikationen, z.B. als Multiplikatorin zur Kursleitung, in Palliative Care, in Führungskompetenz, Koordination, zu ethischen Fallbesprechungen etc., mussten erworben werden. Auch Margrit Ruzicka musste die für eine Koordinatorin erforderlichen Qualifikationen erwerben, die mehrere Wochen dauerten.
Wir hatten das Glück, dass zu dem Zeitpunkt – im Jahr 2004 – Anja Tewes, Krankenschwester und Pflegedienstleiterin über Jobrotation eine Stelle bekam, die für ein Jahr mit dem Ziel gefördert wurde, kleinen Vereinen, die durch Ausbildungsmaßnahmen sehr belastet waren, zu entlasten. Im Jahr 2005 konnten wir dann aufgrund der neuen Finanzierung von Koordinatorenstellen durch den VdAK (Verband deutscher Angestellten Krankenkassen) Anja Tewes als 2. Koordinatorin fest einstellen. Seitdem hat Hospiz Horn e.V. zwei fest angestellte und eine ehrenamtliche Koordinatorin. Immer wieder erweiterten wir unsere Arbeit, unterstützt durch engagierte Menschen.
Ein Beispiel dafür ist unsere Internetseite: www.HoRuS-Hospiz.de entstanden aus einem Projekt mit „Dialog der Generationen, Berlin“ unter Leitung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Berlin. Hier hat Dr. Hans Schottky die Hauptlast getragen, damit dieses Projekt ins Leben gerufen werden konnte.
Im Jahr 2003 gab die Ev. Kirchengemeinde Horn I das Haus in der Berckstraße 27 auf und wir mussten nach neuen Räumen suchen. Das war nicht einfach, da viele Objekte für uns ungeeignet oder unbezahlbar waren. So waren wir sehr erfreut über das Angebot der Bremer Heimstiftung, Mieter in der Stiftungsresidenz Riensberg, Riekestraße 2 zu werden. Am 1. Januar 2004 zogen wir dort ein, sind dort nach wie vor Mieter und freuen uns über die gute Zusammenarbeit.
Zu Beginn bestand die Arbeit von Hospiz Horn vor allem in der Öffentlichkeitsarbeit. Wir haben Vorträge gehalten, Infostände eingerichtet, Briefe an Ärzte, Krankenhäuser, Kirchengemeinden, Ortsämter und interessierte Gruppen verschickt, um die Öffentlichkeit über das Angebot zu informieren. „Buten un binnen“ und der Hörfunk von Radio Bremen berichteten in Beiträgen über die Einführung der Sitzwachengruppen inden Häusern der Bremer Heimstiftung als besonders innovatives Projekt. Auch der Weser Kurier informierte durch zahlreiche Artikeln über die Hospizidee. Über 400 Zeitstunden ehrenamtlicher Arbeit wurden allein in diesem Bereich geleistet. Im Laufe der Zeit gab es außer Anfragen zur Sterbebegleitung auch die Nachfrage nach Fort- und Weiterbildungen. Inzwischen ist dieser Bereich eine der wichtigen Säulen in der Hospizarbeit. Auch das Einwerben von Spenden ist gehört zu unserer Arbeit, denn eine Vollfinanzierung gibt es nicht und uns fehlen immer wieder Gelder, die wir über Spenden und andere Aktionen einwerben müssen.
Wir haben also mit 10 Mitgliedern begonnen und im Jahr 1997 drei Menschen begleitet. 1998 wurden wir 12mal
um eine Begleitung gebeten und im Jahr 1999 haben wir 34 Menschen in ihrer letzten Lebenszeit begleitet.
In den folgenden Jahren hat sich die Arbeit stark erweitert (s. anhängende Kurzdarstellung von Hospiz Horn).
Die Trauerbegleitung kam hinzu, Ausbildung von Sterbebegleitern, Beratungen zu Patientenverfügungen,
Beratungen zu den Möglichkeiten einer Bestattung u.a. mehr. Sehr gut besucht ist unsere alljährliche
Fachtagung, die Vorträge, die zu einem bestimmten Thema gehalten werden.
Aktuell hat Hospiz Horn 173 Mitglieder, 67 Ehrenamtliche stehen zur Begleitung zur Verfügung, sie haben
im Jahr 2007 über 100 Menschen begleitet und der Bedarf wächst.
Bremen im August 2008
Wir danken unseren Ehrenamtlichen, Mitglieder, Freunden und Sponsoren für ihre unermüdliche Unterstützung, ohne die unsere Arbeit nicht möglich wäre.
Wenn wir hier stellvertretend nur einige besonders erwähnen, geschieht das aus jeweils aktuellem Anlass, es ist insbesondere keine Abwertung der vielen kleinen Spenden, die uns zufließen.
Gymnasium Horn- MinimarathonEine Kurs-Gruppe (Jungen und Mädchen) der 11. Klasse vom Gymnasium Horn nahm am 2. Juni 2008 am "Flora Women's Minimarathon" in Dublin Teil und „erlief” damit eine Spende für Hospiz Horn e.V. Die Teilnehmer liefen für einen guten Zweck: Geld von Sponsoren wurde gesammelt als Spende für
eine vorher zu benennende caritative Einrichtung. Den irischen Zeitungsbericht, den uns eine Lehrerin zur Verfügung gestellt hat, verlinken wir hier als PDF-Datei. Link zum Dubliner Minimarathon: http://www.womensminimarathon.ie |
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Der Lions Club Bremen-Wümme
unterstützt Hospiz Horn e.V. in seiner Arbeit immer wieder. |
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Such Fine Ladiesnannte sich eine Damen-Acapella-Gruppe, die die Einkünfte aus ihren Auftritten ausschließlich wohltätigen Zwecken zur Verfügung stellte. Im Jahre 2007 war Hospiz Horn e.V. der Adressat.Wir bedanken uns für die großzügige Spende. |
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Programmablauf:
Wir danken allen herzlich, die dieses Fest ermöglichten und mitgestalteten!
Und so war unsere Feier:
Zehn Jahre Hospiz Horn e.V. Dieses Jubiläum ist am Wochenende mit einem gelungenen Fest in Gemeindesaal der Ev. Kirchengemeinde Horn gefeiert worden. Vorsitzende Erika Nola begrüsste die Mitglieder, die Ehrenamtlichen, die Freundinnen, Freunde und Förderer des Vereins, die den Saal bis auf den letzten Platz füllten. Vor zehn Jahren steckte der Hospizgedanke noch in den Kinderschuhen. Laut Erika Nola leisteten die damals zehn Mitglieder überwiegend Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Im Gründungsjahr hat Hospiz Horn dennoch schon drei Menschen auf ihrem letzten Weg begleitet, unterstützt von 10 Ehrenamtlichen.
Im gleichen Jahr begann auch die Kooperation „Sterbegleitung in Altenwohn- und Pflegeheimen“ mit der Bremer Heimstiftung. Für diese aufsehenerregende und konstruktive Zusammenarbeit hat die Heimstiftung im Jahre 2005 den Altenpflegepreis des Vincentz-Verlages erhalten.
Erika Nola zieht Bilanz: „Im vergangenen Jahr 2006 haben wir 114 Menschen in ihren letzten Lebenstagen begleitet, dazu kamen Trauerbegleitung sowie Ausbildungen und Beratungen rund um das Thema Hospiz“. Ohne die Ehrenamtlichen sei die Arbeit nicht zu schaffen, hob die Vorsitzende ausdrücklich hervor.
Hilfe von außen sei auch weiterhin nötig, um Menschen in einer existenziellen Phase ihres Lebens zu unterstützen. Erika Nola:„Wenn der Mensch den Menschen braucht“... Diesen Aspekt betonte auch Dr. Birgit Weihrauch, Staatsrätin und Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz e.V. in ihrer Grußbotschaft. Sie würdigte die großen Verdienste des Vereins um die Enttabuisierung des Sterbens. Der Hospizgedanke habe sich auch dadurch fester in der Gesellschaft verankert. Die Menschen wollten überwiegend zu Hause sterben. Aber laut einer Untersuchung schafften das nur 30 Prozent. Die ambulante Hospizarbeit gehe auf die Menschen zu, besuche sie in ihrer vertrauten Umgebung.“ Mit jeder Stunde ihrer Arbeit tragen sie zur Mitmenschlichkeit in unserer Gesellschaft bei“, lobte die Staatsrätin, die auch den Dank des Senats überbrachte.
Von der „wunderbaren und segensreichen Kooperation zwischen Hospiz Horn und der Bremer Heimstiftung“ sprach André Vater, Finanzvorstand der Heimstiftung. Seine Bewunderung gelte dem ehrenamtlichen Engagement. „Ich ziehe den Hut vor der Qualität, Professionalität und Nachhaltigkeit der Arbeit in unseren Häusern, die nicht nur für die Sterbenden sondern auch für die Mitarbeiter ein Segen ist. Insbesondere die ethischen Fallbesprechungen seien im Miteinander immens wichtig und nicht mehr wegzudenken. 2100 Stunden ehrenamtliche Arbeit habe das Hospiz Horn im vergangenen Jahr in die Kooperation mit der Heimstiftung eingebracht.
Musikalisch umrahmt wurde die Jubiläumsfeier vom Chor und Musikern von „Plan b“ aus Borgfeld. Mitarbeiterinnen der Bremer Heimstiftungüberraschten mit bunten Blumensträußen für alle Hospizler, der„Lions Förderverein Bremen-Wümme“ sorgte mit einem Büfett für das leibliche Wohl. Die Märchenerzählerin Gertrud Warnken und Pastor Rainer Fewson als Zauberer brachten Groß und Klein zum Lachen und Staunen.
Lilo Russ, Mitglied bei "Hospiz Horn e.V."
Im Jahre 2008 |
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fiel die Feier bescheidener und intimer aus; sie stand unter dem Zeichen des Schmetterlings. Das Symbol des Schmetterlings hat in vielen Kulturen bei Betrachtungen über Leben und Tod eine besondere Stellung.
Vielen Dank liebe Gertrud Warnken, für dies Märchen!
Herzlich willkommen liebe Mitglieder, liebe Gäste im Namen des Vorstands, des Beirats und des Teams – wie schön, dass ihr alle gekommen seid! Wie ihr seht, haben wir am Wetter gearbeitet, dieses Jahr ist es nicht so heiß – dafür ein bisschen feuchter – nobody is perfect. Nach der großen Feier im letzten Jahr lassen wir es dieses Mal etwas geruhsamer, kleiner im Umfang angehen. Wir haben keine Musik oder andere künstlerische Veranstaltungen dafür haben einen Basar zum Trödeln und Zeit, sich in freier Rede zu ergehen.
Wie versprochen, hat unser diesjähriges Sommerfest die „Schmetterlinge“ zum Thema. Schmetterlinge sind nicht zuletzt durch Frau Dr. Kübler-Ross ein Symbol für die Hospizarbeit geworden. Schmetterlinge sind faszinierend und regen zum Nachdenken an. Sie gelten als Zeichen der Vergänglichkeit, des flüchtigen Lebens zugleich aber auch der Unvergänglichkeit und der Verwandlung zu einem neuen Leben. Faszinierend sind die Entwicklungsphasen, die ein Schmetterling durchläuft: vom Ei zur Raupe, die sich verpuppt und aus der der fertige Falter schlüpft und mit ihm beginnt der Kreislauf von Neuem. Auch auf Grabstätten findet man den Schmetterling als Symbol des Vergehens – der Befreiung aus dem Körper – und des Weiterlebens – in der Unsterblichkeit der Seele.
Ich habe einiges zu diesem Thema zusammengestellt…
(vollständiger Text der Ansprache als PDF-Datei hier einsehbar)
Aktualisiert am 01. 09. 2010